TYPO3 ist für den Redakteur ein Redaktionssystem. Für Designer, Entwickler und Agenturen ist es ein Framework, mit dem man Redaktionsysteme baut. Wer seinem Designer TYPO3 nimmt, der nimmt diesem das Werkzeug.

Ohne lange Diskussionen: Wer glaubt, dass eine Homepage nur für das Online-Stellen von bunten Bildern und Texten zur Information von Neukunden ist, der irrt. Mit geschützen Bereichen für den Zugriff durch Besucher von außen (FrondEnd FE) oder auch Erweiterung des Redaktionsteams auf Freelancer z. B. für Übersetzer (BackEnd BE) nach innen bekommt ein Enterprise-fähiges Open-Source-CMS wie TYPO3 auch für die interne Kommunikation in Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder auch im Netzwerk aus Freiberuflern einen maßgeblichen Zusatznutzen. Für Ihre Kunden haben Sie vielleicht wirklich nur 25 Seiten, aber intern sind es schnell ein paar Hundert.

TYPO3: Der Zugang für Sie als Redakteur

TYPO3 ist ein webbasiertes Redaktionssystem. Das bedeutet, dass die zugehörige Software auf einem Server (Webhosting) installiert wird. Die Anmeldung für Redakteure erfolgt über Ihren Browser mit Benutzername und Kennwort über eine gewöhnliche Internetverbindung. Welche Berechtigungen zur Bearbeitung Sie im Detail bekommen, ist eine Frage der administrativen Konfiguration. Je mehr Funktionalität man aktiviert haben möchte, desto komplexer wird es. Im Umkehrschluss kann die Redaktion auch stark vereinfacht werden.

Features von TYPO3

  • TYPO3 ermöglicht es, dass mehrere Redakteure unabhängig von einander zeitgleich Inhalte auf der Webseite bearbeiten können, und zwar auch auf Wunsch in verschiedenen Fremdsprachen.
  • TYPO3 ermöglicht eine sehr feine Einstellung von Berechtigungen welche weit über die Möglichkeiten zur Benutzer- und Gruppen-Konfiguration hinausgehen, die andere Open-Source-CMS bieten.
  • TYPO3 kann man dementsprechend flexibel anpassen und damit sehr simple Mini-Webseiten oder aber riesige Portale schaffen.

TYPO3 Backend: Ihre Redaktionsoberfläche

Das sogenannte TYPO3 Backend (kurz T3BE oder nur noch BE abgekürzt), beinhaltet die Bedienoberfläche für Redakteure, Administratoren und Entwickler. Die Anzahl der Optionen, die einem jeweiligen User zur Verfügung stehen, hängen im Höchstmaß von der Konfiguration von Berechtigungen ab. Man kann also unerfahrene Redakteure zu Beginn auch durch Einstellungen vor einer Komplexität abschirmen, wenn denn der Wunsch hierfür bestände.

Features der Redaktionsoberfläche TYPO3 Backend BE

  • Das T3BE ermöglicht über eine klar strukturierte Benutzeroberfläche das Bearbeiten von Text-Inhalten, das Einfügen von Bildern, einrichten von Links in diversen Varianten, wie man es von einem ernstzunehmenden CMS erwartet.
  • Das T3BE besticht gegenüber anderen CMS durch eine sehr kompakte Oberfläche und damit eine sehr hohe Informationsdichte. Einfache Tätigkeiten sind selbsterklärend. Darüber hinaus bietet das T3BE aber auch über Registerkarten und Icons den Schnellzugriff auf weitere Funktionen für Interessierte.

TYPO3 FE/BE Layouts: Seitentypen und Layouts

Wenn Sie es leid sein sollten, immer nur die selben Layouts bei manchen CMS zu sehen und den Wunsch haben, weitere Layouts als als Redakteur auswählen zu können oder Ihren Mitarbeitern für bestimmte Informationen bereitstellen zu können: Das Stichwort lautet FrontEnd FE und BackEnd BE Layouts.

  • Backend BE Layouts: Hierbei handelt es sich um die Formular-Gestaltung, mit deren Hilfe ein Redakteur eine Einzelseite eines bestimmten Sub-Template bearbeiten kann. Vereinfacht bedeutet das, dass wir Variationen des Layouts für bestimmte Seitentypen wie Produkt-Seiten, Mitarbeiter-Darstellungen oder andere Varianten programmieren können, die dann hierfür nicht nur ein anderes Layout sondern auch eine andere Benennung von Eingabefeldern für den Redakteur aufweisen sollten.
  • Frontend FE Layouts: Hierbei handelt es sich um das Layout, welches von außen durch den Besucher wahrgenommen und genutzt wird. Oftmals entspricht ein BE einem FE Layout. Es ist aber möglich, für ein FE Layout verschiedene BE Layouts für die Redakteure zu entwickeln, um beispielsweise einfache Oberflächen und "advanced settings" schaffen zu können.
  • T3CMS bietet KEINEN klassischen WYSIWYG-Editor, mit dem Sie als Redakteur selbst Layouts bauen können. Das macht bei hochwertigen Webseiten auch wenig Sinn, denn Design- und Layout-Konzepte werden üblicherweise keinem Redakteur übertragen, da entsprechende Kenntnisse im Ausbildungskonzept derartiger Kräfte nicht mit erforderlichem Tiefgang vorgesehen sind.

TYPO3: Inhaltsplanung und Strukturen

Sie können über das T3CMS Backend als Redakteur nicht nur Texte und Bilder auf Einzelseiten ändern, ergänzen, löschen oder erst einmal anlegen sondern in Verbindung mit Erweiterungen oder erweiterten Einstellungen weitere Dinge konfigurieren. Was Sie hiervon selbst übernehmen oder weiterhin beauftragen bleibt im Grunde genommen Ihnen überlassen.

TYPO3: Mehrere Domains und Mehrsprachigkeit.

Manche unserer Auftraggeber haben nicht eine sondern mehrere Domains. Man kann mit 1 einzigen TYPO3 Installation durchaus mehrere Domains nutzen. So ist es beispielsweise beliebt, bei der ~.com Endung auf die englische und mit ~.de auf die deutsche Version der Webseite zu verzweigen.

Features

  • Verschiedene Domains für verschiedene Sprachen: Wir unterstützten mit T3CMS auch in der Standard-Installation bereits die Möglichkeit, verschiedene Seitenbereiche der Webseite mit verschiedenen Domains erreichen zu können. Wer mit .de die deutsche, .com die englische und mit .fr die französische Version erreichen möchte, kann das im Falle getrennter Seitenbäume im CMS sehr schnell erreichen.
  • Mehrsprachigkeit: Im T3BE können Sie als Redakteur Inhalte mehrsprachig, dh. deutsch, englisch, französisch oder auch in anderen Sprachen editieren. Die Besonderheit besteht bei TYPO3 darin, dass Sie sowohl im Mehrbaum-Prinzip für jede Sprache einen Seitenbaum anlegen können, Sie können aber auch im T3CMS-spezifischen Einbaumprinzip arbeiten.
  • Einbaumprinzip: Die Besonderheit der Mehrsprachigkeit besteht gegenüber anderen CMS darin, dass für die Übersetzung KEINE eigene Seite angelegt werden muss sondern nur eine weitere Sprach-Version für die selbe Seiten-Adresse. Technisch wird es über HTTP-GET-Parameter realisiert. Die Vorteile werden nachfolgend erläutert.
  • Besucher aus Suchmaschinen: Landet ein Besucher von einer Suchmaschine auf Ihrer Webseite, dort aber in der falschen Sprachversion, so kann der Besucher beim Einbaumprinzip über das Sprachenauswahlmenü direkt zur Fremdsprache umschalten, ohne den Weg über die Startseite in der anderen Sprache neu suchen zu müssen.
  • Mehrsprachigkeit + SEO Suchmaschinenoptimierung: Über die Übersetzung hinaus werden weitere Metatags bei der Quellcode-Generierung der Einzelseite gesetzt, anhand derer Suchmaschinen wie z.B. Google die Sprachversion (DE, EN etc.) erkennen und dementsprechend mit einer recht guten Trefferquote die Ergebnisse bei Suchen anzeigen. Weil die Übersetzung aber NICHT über verschiedene Einzelseiten-Adressen oder verschiedene HTML-Seiten sondern nur über angehängte HTTP-GET-Parameter adressiert wird, können Sie bei Google für Ihre Domain diesen Parameter ignorieren lassen, dh. auch bei verschiedenen Sprach-Schaltern wertet nun Google diese Seite doch nur als 1 Einzelseite: Das Double Content Problem ist damit gelöst. Voraussetzung ist hierfür aber das T3CMS eigene Verfahren des Einbaumkonzepts für mehrspachige Webseiten.
  • Mehrsprachigkeit und die Zugriffsberechtigungen für Übersetzer: Über die Administration von T3CMS lässt sich auch der Zugriff beispielsweise eines Übersetzers ausschließlich auf eine Sprachversion begrenzen, so dass ein Native Speaker in den USA über eine Internetverbindung durchaus einen Internetauftritt auf einem deutschen Server übersetzen könnte, ohne dass Sie in Gefahr laufen, dass dieser die Originalversion oder andere Seite verändern könnte. 

TYPO3 Template ist nicht gleich Template

Das MVC Paradigma für die Planung der Programm-Struktur von Webseiten sieht vor, dass man vereinfacht formuliert zwischen abstrakten unformatierten Daten einerseits sowie deren späterer gestalteter Ansicht trennt und die Verbindung zwischen Daten und deren visuelle Repräsentation über einen Controller realisiert.

Diese konsequente Gliederung in 3 Ebenen hat nichts mit der Qualität der Gestaltung zu tun sondern damit, wie konsequent getrennt wird, quasi eine Art Gewaltenteilung. Je billiger man zu arbeiten gezwungen wird oder bereit ist, desto stärker wird dieses Prinzip bei Webseiten, Druckwerken wie aber auch im Alltag schon beim Arbeiten mit Microsoft Excel verletzt.

Wer sich aber mehr mit Webseiten und deren Ausbau über die Jahre selbst für kleine Unternehmen befasst, weiß als Entwickler: Diese 3 Ebenen langen hinten und vorn nicht. Wer über Webseiten und deren technische Umsetzung spricht, der muss auch über Software-Architekturen von Templates und den zugehörigen Redaktionssystemen sprechen. Das Problem sollte an diesem Punkt schon klar erkenntlich sein: Wer das ernsthaft diskutieren will, der hat als Laie ein gewisses Brett vor sich, und es stellt sich nicht zuletzt die Frage, wer denn uns oder einem Entwickler die Zeit für eine Erklärung bezahlt.

Templates sind nicht gleich Templates. Und Templates haben nicht nur mit etwas mit Design im Sinne von Gestaltung zu tun sondern durchziehen die Datenverarbeitung zwischen Ansicht im Browser und der Datenhaltung auf dem Server (Webhosting) in zig Ebenen. Jede Ebene hat Ihre eigene Skript- und Programmiersprache, eigene Syntax, eigene Schnittstellen.

TYPO3 XTMPL Templates

XTMPL Templates für T3CMS sind die Mischung aus herkömmlichen HTML / XHTML Dateien, T3CMS Template Markern und einer von STUELKEN|SNEWMEDIA geschaffenen Syntax für die Definition von PostProcessing-Parametern. 

  • Wir können damit bedingt auch HTML-Dateien für Layouts unserer Kunden direkt von Drittdesignern übernehmen.
  • Die Schnittstelle zum T3CMS und den von uns genutzten PostProcessoren zwischen Content-Structure-Templates (Rohformat Ihrer Inhalte) und der späteren Darstellung und Funktionalität im Browser erfordert allerdings zwingend die Erweiterung um entsprechende Parameter. Ihr Designer muss dahingehend entweder seine Templates entweder selbst um XTMPL oder FLUID erweitern, oder aber fertige finale HTML Versionen übergeben, die anschließend von uns bearbeitet werden.

TYPO3 Features (Auszug)

TYPO3 beinhaltet eine sehr große Anzahl von Features, darunter sowohl Funktionalität für den Redakteur als auch für Designer, Programmierer und Administratoren. Die Liste ist sehr, sehr lang. Einige Optionen sind bereits Inhalt der Grundinstallation von TYPO3, andere Varianten erfordern eine entsprechende Programmierung von Design- und Mastertemplates bzw. Konfiguration.

TYPO3 ist kein normales Redaktionssystem wie vermeintlich Joomla oder Wordpress sondern TYPO3 ist für den Redakteur ein Redaktionssystem, für Designer und Programmierer aber darüber hinaus ein Framework, dh. ein Werkzeug oder auch eine Bibliothek von Funktionen, mit deren Hilfe quasi Redaktionssysteme geplant und realisiert werden können.

  • TYPO3 unterstützt das MVC-Prinzip (Model/View/Controller): TYPO3 trennt sauber zwischen Designtemplate für die Darstellung und Inhalten. Damit kann der Redakteur auch dann Inhalte schreiben, während der Designer/Entwickler gleichzeitig gerade die Design-Template umprogrammiert.
  • TYPO3 unterstützt Multi-Layout-Websites: TYPO3 6.0+ ermöglicht es dem Redakteur sich über die Seiteneinstellungen einer jeden Seite eine Layout-Variante auszusuchen, sofern Varianten gestaltet und programmiert wurden. Beispiel: Man hat auf der Startseite ein anderes Layout als auf den Folgeseiten.
  • TYPO3 unterstützt Multi-Template-Websites: TYPO3 kann im Design und der Programmierung so konfiguriert werden, dass jeder Teil des Seitenbaums der Inhalte in einem komplett anderen Design dargestellt wird. Beispiel: Man kann durchaus auch verschiedene Websites parallel mit einer TYPO3 Installation verwalten.
  • TYPO3 unterstützt Multi-Language-Websites. TYPO3 ermöglicht mehrsprachige Webseiten im Einbaumkonzept, dh. auf welcher Seite der Website man sich auch gerade befindet: Man kann direkt von einer Sprache wie Deutsch auf Englisch umschalten und landet auf der korrekten Seite, ohne sich den Weg von der Startseite erneut suchen zu müssen. 
  • TYPO3 unterstützt Multi-Domain-Websites: Man kann TYPO3 so konfigurieren, dass in Abhängigkeit vom Domainnamen, mit dem die Website aufgerufen wird, zu einer anderen Startseite im Seitenbaum verzweigt wird. Das ist praktisch, wenn man tatsächlich verschiedene Domains hat. Das ist aber auch dann praktisch, wenn man sich für die gleiche Domains verschiedene Subdomains geschaffen hat. Beispiel: www.stuelken.com, agb.stuelken.com, design.stuelken.com

TYPO3 Fileadmin: Das Upload-Verzeichnis für Dateien

Sie können als Redakteur Inhalte wie Bilder nicht nur direkt in den Inhalt bei Einzelseiten einbinden sondern sich auch über das Backend von TYPO3 im Fileadmin organisieren. Über die Benutzerkonfiguration lässt sich der Pfad zum Dateiverzeichnis für jede Gruppe von Redakteuren oder auch einzelnen Redakteuren anpassen, so dass längst nicht jeder Redakteur Zugriff auf alle Dateien bekommen muss.

Hochladen von Dateien in den Fileadmin Bereich

  • Upload über Content Elemente: Während Sie gerade auf einer Einzelseite ein Inhaltselement wie z. B. ein TEXT/IMAGE-Elemente bearbeiten und hierfür ein Bild hochladen möchten, haben Sie die Option, das Bild zuerst in den Fileadmin-Bereich zu laden, um es anschließend von dort auszuwählen. Der Sinn und Zweck besteht hierbei darin, dass Sie das selbe Bild auch später für eine zweite Seite leichter wiederfinden können, ohne es erneut vom PC hochladen zu müssen. 
  • Upload über das Modul Fileadmin: Sie können statt im Modul Web/Page auch über das Modul Fileadmin direkt auf die Dateien zugreifen. Wählen Sie über die Ihnen angezeigte Ordnerstruktur im Fileadmin die gewünschten Verzeichnisse aus, erzeugen Sie neue Verzeichnisse oder laden Sie auch mehrere Dateien hoch.
  • FTP-Zugriff (für Fortgeschrittene): Die Dateistruktur, welche über das TYPO3 Backend dem Redakteur angezeigt wird, hat auf dem Linux-Server des Webhostings eine Entsprechung mit einer Verzeichnisstruktur. Mit Hilfe eines FTP-Programms und einer hierfür über TYPO3 hinaus erforderlichen Zugangsberechtigung auf den Server kann man Dateien m Fileadmin-Bereich anschließend auch via FTP hochladen.

Tipps und Tricks zum  Thema Fileadmin

  • Erhalten Sie stets die Ordnung von Verzeichnisnamen und die Strukturen, welche STUELKEN|SNEWMEDIA Ihnen für bestimmte Dateien vorgegeben hat. Das betrifft inbesondere übergeordnete Ordner für die Ablage von Bildern für HEADER, STAGE und CONTENT. Wenn Sie diese Strukturen nicht einhalten, besteht die Gefahr, dass wir als Admin beim Aufräumen in Ihrem Auftrag Dateien löschen oder so verschieben, dass Sie diese nicht wiederfinden.
  • Seien Sie sich bewusst, dass jede Datei im Fileadmin auch in einer Datensicherung mit gesichert werden muss. Wenn Sie also schon vorher wissen, dass ein Bild nur 1 einziges Mal genutzt wird, so ist es ausreichend, wenn es über die Bearbeitung des Inhaltselement anschließend im Media-Ordner von TYPO3 automatisch abgelegt wird.