Reinzeichnung und Ausführung. Logotypes und Stilkonzepte sind keine Produkte. Man entwirft, erarbeitet und verfeinert diese in vielen Schritten. Vom Grobkonzept über Vorentwürfe, finalem Entwurf bis zur Reinzeichnung.

Im Medien- und Kommunikationsdesign ist es im Prinzip wie in anderen Branchen oder der Architektur auch: Von 13 entworfenen Gebäuden wird nur 1 Entwurf am Ende weiterverfolgt. Das Budget für Entwurf und Ausführungszeichnungen aber ist endlich, und so muss auch STUELKEN im Einzelfall entscheiden, was vereinfacht und ab wann im Detail gearbeitet wird.

Der Detaillierungs- und Genauigkeitsgrad von Skizzen und Zeichnungen muss bei einer Ausführungs- und Reinzeichnung im Web mit 72dpi, im einfachen Print mit 300dpi und bei Vektoren in der Dimension von 600, 1.200 und mehr dpi liegen. Für einen Entwurf aber sind oft 24dpi und/oder kleinere Nachlässigkeiten und Ungereimtheiten völlig ausreichend.

Gerade in der Ausführungszeichnung als Grundlage für die Produktion von Druckmedien und/oder auch vermaßten Layouts für die technische Umsetzung von Screen-Layouts in Webdesign und Webprogrammierung zeigt es sich, wie gut eine Agentur arbeitet; es zeigt sich aber ebenso, inwieweit man dem Kunden zur Kosteneinsparung im Bereich der Qualitätssicherung entgegen kommen musste.

Daumenformel: Jede weitere 15% Genauigkeit können den Zeitaufwand und die Anforderung an die Qualifikation schnell um weitere 50% steigern. Eine Verbesserung der Qualitität in der Umsetzung um 30% bedeutet also schnell den 4-fachen Aufwand. Eine Verbesserung zum +50% kann den 8-fachen Aufwand bedeuten. Beispiel einer Broschüre: Man kann durchaus mal eine Broschüre an einem 1/2 Tag entwerfen und layouten. Realistisch aber sind ebenso das 8-fache mit 32-Stunden. 

Ausführungszeichnung, Reinzeichnung und Konstruktion im Detail

Inbesondere bei Logotypes ist eine korrekte Konstruktion von Winkeln und Ausarbeitung von Details sehr wichtig, denn die später mit der Reinzeichnung ausgelieferten Dateien werden oftmals anschließend über viele Jahre nicht mehr verändert und dennoch bei jedem Medium ohne weitere Überlegung und Prüfung genutzt. Viele Nachlässigkeiten wie unkorrigierte Zeichenabstände (Originalschriften haben zuweilen falsche Zeichenabstände im Detail), Fehler in Proportionen oder auch Symmetrien lassen sich nachträglich nicht mehr korrigieren. Da darf man sich nicht wundern, wenn auch der Designer mal zum Taschenrechner greifen und sich die Grundlagen der Geometrie zurück ins Gedächtnis rufen muss.