Tagcloud (Plural: Tagclouds)

Bei einer Tagcloud handelt es sich vereinfacht formuliert um eine wolkenartige (englisch: cloud, deutsch: Wolke) Anhäufung von Stichworten.

Tagclouds lassen sich am ehesten als Diagramm zur Visualisierung von Zugriffen oder Interessen beschreiben. Während hingegen ein Ranking von Platz 1 bis Platz n in Form einer Liste die aktuelle Plazierung viel genauer eines Stichworts erkennen ließe, ermöglicht eine alphabetisch sortierte Tagcloud nur eine ungefähre Darstellung der Bedeutung, was in vielen Fällen aber vollkommend ausreichend ist.

Tagclouds beauftragen

Wir empfehlen (siehe hierzu "Tagclouds zeichnen oder programmiertechnisch erzeugen?") tendentiell, dass Tagclouds als Element der Ausgestaltung verstanden und entsprechend auch gezeichnet werden.

Tagclouds im Printdesign / Druckmedien

Tagclouds im Printdesign / Druckmedien

Tagclouds lassen sich durchaus in Druckwerken nutzen. Tagclouds werden hierbei entweder wie im Web vereinfacht über Worte eines Fließtextes mit verschiedenen Schriftgrößen realisiert oder aber als Grafik gezeichnet, womit die Tagcloud in diesem Fall als Illustration zu werten ist.

Tagclouds bei Webseiten

Tagclouds bei Webseiten

Für Webseiten werden Tagclouds zumeist als Fließtext-Menüs erzeugt, wobei die Schriftgröße über CSS Stylesheets und/oder FLIR Techniken durch Grafiken entsprechender Größe ersetzt werden.

Tagclouds sind mitunter bei Webseiten in der Variante beliebt, bei welcher die Größe der Darstellung einzelner Stichworte im Zusammenhang mit der Wichtigkeit und/oder Häufigkeit der Nachfrage dieser Begriffe in Relation steht.

Der Nutzen von Tagclouds für den Besucher der Webseite ist im Grunde jedoch genommen begrenzt. Die Anzahl der Begriffe, die in Tagclouds dargestellt werden können, variiert naturgemäß mit der Fläche, die im Layout bereitgestellt wird sowie der Schriftgröße, die man im Mittel verwendet. Die Anzahl der Begriffe, welche tatsächlich plaziert werden, liegt deshalb zwischen grob 10 und 30 Begriffen. 

Ein Nutzen von Tagclouds für die Suchmaschinenoptimierung ist bei den meisten Webseiten-Konzepten vernachlässigbar oder sogar schädlich, da die Auflistung von Stichworten ohne Headlines im Inhalt gegenüber einem tatsächlichen Absatz mit Informationen geringer bewertet wird. Erst in Verbindung mit einer Verlinkung der Tags mit Zielseiten wird ein Nutzen generiert, welcher sich aber auf den Nutzen eines zusätzlichen Menüs reduziert. Wurden die Zielseiten bereits über andere Menüs verlinkt, so sind diese Tagcloud-Links redundante Informationen und können tendentiell dem Ranking schaden. 

Tagclouds zeichnen oder programmiertechnisch erzeugen?

Tagclouds zeichnen oder programmiertechnisch erzeugen?

Für viele Auftraggeber ist die Antwort schnell klar: Diese Tagclouds mögen doch bitte sich automatisch erzeugen. Und bei mancheinem CMS oder Blogsystem gibt es mitunter auch tatsächlich fertige Skripte, die das ermöglichen. Man sollte allerdings einen Moment überlegen, was man da eigentlich macht und warum man diese Tagcloud überhaupt haben möchte.

Eine Tagcloud hat im Grunde genommen keinen nennenswerten Nutzen. Wenn eine Tagcloud als Diagramm nur die Bedeutung von Stichworten durch deren Größe visualisiert, dann sollte man sich zwingend vorher überlegen, ob der Besucher einer Webseite überhaupt die tatsächlichen Statistiken sehen soll oder ob Sie nicht viel eher daran interessiert sind, dem Besucher mit einer Tagcloud genau die Bedeutung von Begriffen zu zeigen, welche Sie vermitteln wollen.

Frei nach dem Motto "Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast" empfehle ich jedem, dass er sich an diesem Punkt klar darüber wird, ob man die Tagcloud nun als grafisches Element zur Verschönerung der Webseite oder auch zur Kommunikation und Positionierung betrachtet, oder ob man tatsächlich eine Art Diagramm basierend auf einer Statistik haben möchte. Die meisten, die man fragt, wollen eben keine Statistik sondern eigentlich nur eine hübsche Grafik haben, so dass die anfängliche Forderung nach einer Programmierung oder einem "Modul", welches das kann, schon bei näherer Betrachtung wieder verworfen wird.