FAQ Preislisten / Kosten im Medien- und Kommunikationsdesign, Logodesign, Webdesign, Printdesign. Warum man so etwas bei Profis nicht findet und im Zweifelsfall skeptisch sein sollte.

Fast alle unsere Leistungen als Designbüro, Medienbüro, Agentur oder wie Sie sonst gern nennen möchten lassen sich zwar im Grundsatz über Erfahrungswerte und Statistiken dimensionieren, dh. wir haben durchaus für die meisten typischen Leistungsphasen damit auch einen Aufwandswert und über den Stunden- oder Tagessatz auch einen "Preis".

Ihre Unternehmensgröße, der Grad an Individualität in jeder Projektphase von der Idee bis zur letztem Pixel, der Grad der gewährten Flexibilität bzw. an Einflussnahme durch Sie selbst und andere Faktoren haben allerdings über Vor-, Neben-, Zusatz- und Drittleistungen nebst Projektkommunikation einen derart immensen Einfluss, dass dieser nominelle Standard-Aufwand oder "Preis" um den Faktor 2 bis 6 steigen oder auch um -75% auf 25% gegenüber der Liste reduziert werden kann.

Eine Leistung für 1.000 Euro variiert also damit effektiv zwischen 250 und 6.000 Euro in Abhängigkeit dieser Faktoren. Auch diese Faktoren könnten wir durchaus in Preislisten berücksichtigen, aber dieses Zahlenwerk wäre für so komplex, dass nur eine einzige Fehlangabe Ihrerseits dazu führen kann, dass Sie sich um 50% im Preis verrechnen könnten.

Wenn Sie glauben, dass Sie besser bedient werden bei einem unserer Mitbewerber, der hier einfach mit Mittelwerten arbeitet, so möchten wir Sie nicht aufhalten. Ein Mittelwert würde bedeuten, dass der Auftraggeber, der uns den geringsten Aufwand durch gute Orga und viel gewährte Flexibilität gönnt, paradoxerweise weitaus mehr zahlen müsste, als erforderlich, und genau diese Auftraggeber würden zum Ausgleich den Preis dafür zahlen, dass andere Auftraggeber uns weitaus mehr zeitlich binden, als eigentlich sinnvoll. Wir empfinden genau das als ungerecht. 

Aus diesem Grunde arbeiten wir in den meisten Fällen nach Aufwandsschätzung, Investitionsempfehlung oder direkt nach tatsächlichem Aufwand. Die besten und zugleich günstigsten Lösungen entstehen also dann, wenn Sie uns einen Spielraum für Entscheidungen lassen.

Preislisten funktionieren nur bei wirklich klar spezifizierten Leistungen wie Druckkosten, aber auch dort stellt sich schon die Frage, wieviel Zeit man zusätzlich für die Kommunikation mit der Druckerei benötigt; bereits die Einsparung von nur einer Stunde Arbeitszeit rechtfertigt sofort die Entscheidung für eine teure Druckerei. Der Aufwand, eine vergleichbare Spezifikation zu schreiben, ist bei den meisten Leistungen so aufwendig, dass eigentlich jeder Auftraggeber sofort eine Vergütung nach Aufwand akzeptiert, wenn wir ankündigen, die Erstellung von Pflichtenheften und Spezifikationen in Rechnung zu stellen.

Vergessen Sie Fixpreislisten. Gewöhnen Sie sich einfach an typische Stunden- und Tagessätze. Und ob Sie nun bei einem Designer oder einer Agentur nun 25% mehr oder weniger zahlen, das spielt mitunter über die Jahre kaum eine Rolle. Was zählt ist vielmehr die Art der Zusammenarbeit, dh. weiche Faktoren wie Vertrauen, ein Mindestmaß an Sympathie, der eine oder andere gute Tipp.